Wie kommt der Bock in das Königliche Wappen?

Pfingstdienstag machten wir uns von Winsen nach Celle auf den Weg- nicht mit den Fahrrädern wie geplant, weil es den ganzen Tag in Strömen regnete - sondern mit den Autos. Mit 10 Teilnehmern besuchten wir die Kaffeerösterei Huth auf dem Großen Plan in Celles Innenstadt.

 

Herr Grützmacher führte uns in die Räume hinter dem Verkaufsraum, in denen die noch unterschiedlich großen, grünen Kaffeebohnen in großen Jutesäcken aus den besten Hochland-Anbaugebieten der Welt lagern. In dieser Form sind die Bohnen noch geruchs- und geschmacklos. Erst durch die Röstung wird der Kaffee veredelt und entwickelt die vielfältigen, typischen Aromastoffe. Bei Huth wird der Kaffee ausschließlich in kleinen Partien täglich frisch bei Temperaturen bis zu 200°C langsam und schonend geröstet, denn er altert schnell und verliert dabei seinen besonders feinen Duft. Dies geschieht in einer großen Röstmaschine, die aus den 60er Jahren stammt. Danach wird er zu harmonischen Mischungen zusammengestellt und in handlichen 250g Päckchen direkt im Laden verkauft oder aber auch auf dem Postwege versandt. Das Angebot reicht von den Hausmischungen aus Arabicabohnen verschiedener Anbaugebiete über Spezialkaffees bis hin zu sortenreinen Kaffees aus nur einem bestimmten Anbaugebiet.

 

Und wie kommt nun der Bock in das Königliche Wappen? - Seit 1851 handelt die Firma Huth mit Kaffee, war stets Hoflieferant für das Herzogliche Schloss und durfte deshalb in seinem Schild über der Eingangstür des Ladens das Wappen mit den beiden Löwenfiguren führen. Als das Herzogliche Leben auf dem Schloss zu Ende ging, machte man dem Kaffeeröstereibesitzer zur Auflage, das Schild zu entfernen. Daraufhin übermalte der Ladenbesitzer in der Nacht einen der Löwen und verwandelte ihn in einen Bock. So ziert noch heute dieses alte, schmiedeeiserne Schild das Geschäft und das abgeänderte Wappen dient als Firmenlogo.

 

Nach der interessanten Führung kehrten wir in Hambühren im gemütlichen Lüßmannshof zu einem riesigen Stück leckerer, hausgebackener Torte und einer duftenden Tasse Kaffee ein und ließen es uns gut gehen.

 

Die WIR-Gruppe in der Kaffeerösterei Huth.

 

„WIR" - Frauengruppe