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| So, 20.05.2012 Kirchenkaffee nach hl. Messe |
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| Mo, 21.05.2012 Arbeitseinsatz der Männer |
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| Mo, 21.05.2012 Probe Kirchenchor |
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| Mi, 23.05.2012 Übungstermin Theatergruppe |
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| Do, 24.05.2012 Maiandacht der kfd Winsen/Wietze im Haus Stamm |
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| Do, 24.05.2012 Gedächtnistraining |
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| Do, 24.05.2012 Filmabend der Kolpingfamilie nach der Maiandacht |
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| Do, 24.05.2012 Vorbereitungstreffen Kibi-Tag |
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| Mo, 28.05.2012 Arbeitseinsatz der Männer |
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| Mo, 28.05.2012 Probe Kirchenchor |
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Auf den Spuren der dunklen Vergangenheit in Bergen-Belsen
Am Samstag, dem 21.Mai 2011 trafen sich zehn Frauen aus der Hl. Kreuz Gemeinde zu einer Führung durch die Gedenkstätte Bergen-Belsen und die dazugehörigen Orte.

Herr Hartig von der VHS Celle begann seine Ausführungen vor der Kath. Sühnekirche in Bergen. Er erläuterte die Geschichte des Lagers Bergen-Belsen, die in fünf Abschnitte geteilt wird:
| 1935 – 1940 | Heeresneubaulager am Rande des neuen Truppenübungsplatzes |
| 1940 | Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht, ab 1941 für sowjetische Soldaten, ca. 20.000 Tote durch Hungerpolitik/Fleckfieberepidemie |
| April 1943 | Aufenthaltslager für so genannte Austauschjuden |
| August 1944 | KZ Bergen-Belsen, Evakuierungstransporte aus anderen Lagern, Bahn/Todesmärsche, April 1945 bis zu 60.00 Häftlinge, ca. 35:000 Tote durch Seuchen/Hunger |
| 15.04.1945 | Befreiung durch britische Truppen, danach noch mehr als 13.000 Tote |
| 1945 – 1950 | DP-Camp Bergen-Belsen (displaced-persons = unerwünschte Personen), u.a. 9.000 jüdische Insassen warten auf eine Einreiseerlaubnis nach Israel |

Die Sühnekirche vom Kostbaren Blut wurde dem Gedenken an die Opfer ungerechter Gewalt aus allen Nationen und Konfessionen im Lager Bergen-Belsen geweiht. Der äußere Bau und die innere Ausstattung der Kirche weisen auf das Leiden und Sterben Jesu Christi hin, der in einer gefesselten Altarskulptur dargestellt wird. Christus, der selbst Haft, Verhöhnung, Unrecht, Leid und Tod erfuhr, geht solidarisch mit allen leidenden Menschen in ihr Gefängnis und in den Untergang. Die Kirche hat als Grundriss die Form eines Kelches, der sich zum ehemaligen Lager hin öffnet. Auf dem Altar, der die Form eines Grabes hat und so an die Massengräber des Holocaust auf dem Lagergelände erinnert, feiern wir das Opfer Christi, der sein kostbares Blut für uns vergossen hat, damit wir als Gottes Kinder leben können.
Der Weg führte uns weiter auf die Rampe der Verladestation, wo wir in einen Güterzugwaggon stiegen und der Kinder, Frauen und Männer gedachten, die hier auf unvorstellbar engem Raum zusammengepfercht aus allen Teilen Europas ankamen und ins Ungewisse abfuhren.
Von dort kamen wir zu einem Platz nach Neu-Hohne, zu den Resten einer im Wald gelegnen so genannten Entlausungsstation. Unvorstellbar, wie leidvoll und demütigend die Entlausung im Winter bei großer Kälte gewesen sein muss. Nach stundenlangem unbekleidetem Warten erhielten die Gefangenen die von der Desinfektion nasse und im Winter gefrorene Kleidung zum „Aufwärmen“ zurück. Krankheiten waren vorgezeichnet, man spricht von gewollter Vernachlässigung der Gefangenen.

Das im Oktober 2007 eröffnete neue Dokumentationszentrum auf dem ehemaligen Lagergelände, ähnlich im Stil erbaut wie das neue Hauptgebäude des Museum zur Geschichte des Holocaust Yad Vashem in Jerusalem, erinnert in seiner eindrucksvollen Architektur an eine große Klagemauer. Durch die Kargheit des Gebäudes lenkt nichts von dem eigentlichen dort Dokumentiertem ab. Mit Unterstützung moderner Medien, im Boden unter Glas eingelassener persönlicher Erinnerungsstücke einzelner Menschen, mit Schrift- und Fotodokumentationen wird gezeigt, zu welchen Ungeheuerlichkeiten Menschen fähig waren. In den Kurzfilmdokumentationen berichten Überlebende und Zeitgenossen von ihren Erinnerungen. Diese Berichte befinden sich wie Kreuzwegstationen rechts und links auf einem im Gebäude ansteigenden Weg, der ins Weite einer Birkenlandschaft führt, die am Ende des Weges unter einem blauen Himmel leuchtet.
Sehr still gingen wir anschließend über das weite Gräberfeld zum Obelisken, der für alle Zeiten von dem Völkermord erzählen soll, von dem was geschah und was in uns wach bleiben muss, damit es sich zu keiner Zeit wiederholt.
Christa Zielke


