Ministrantenwallfahrt nach Kevelaer

Das Ziel der ersten nordwestdeutschen Ministrantenwallfahrt vom 28. - 30. August 2009 war der bedeutende Marienwallfahrtsort Kevelaer.

Vertreten waren die Bistümer Köln, Münster, Essen, Aachen, Paderborn, Hamburg und Hildesheim. Fast 11.000 Messdiener und Messdienerinnen haben teilgenommen und sechs davon waren wir - die Hambührener Messdiener der Pfarrgemeinde Hl. Schutzengel.

Am Freitagnachmittag ging es dann schließlich los. Zusammen machten wir uns zum vereinbarten Treffpunkt auf, damit wir aus organisatorischen Gründen gemeinsam mit den Hamburger Messdienern in insgesamt vier Reisebussen die lange Reise antreten konnten. Es herrschte beste Stimmung im Bus! Freundschaftsbänder wurden geknüpft, Gesellschafts- und Kartenspiele gespielt, Freunde gefunden, Pausen gemacht und eine Menge gelacht und gesungen. Nach 5 Stunden, als es schon dunkel war, sind wir zusammen mit den anderen Hildesheimern und den Hamburgern endlich in Kervenheim, wo wir in über 30 Zelten untergebracht und verpflegt worden sind, angekommen. Nachdem wir die Zelte bezogen und auch an der abendlichen Andacht teilgenommen haben, gingen wir -wissend, dass es am nächsten Tag anstrengend werden würde - früh schlafen. Die Nacht war kurz und kalt, doch am Morgen warteten ein warmer Kakao und ein gutes Frühstück auf uns.

Gut gestärkt, pilgerten wir die 7km bis nach Kevelaer -zu Fuß natürlich. Vorbei an Feldern mit reifem Mais wurde gesungen, gebetet und meditiert. In Kevelaer selbst warteten diverse Workshops und Gesprächsangebote rund um den Glauben, aber auch Spaß- und Spielangebote auf uns. Kevelaer wurde komplett umgekrempelt: Die Stadt freute sich über die jungen Pilger und machte deswegen vieles möglich: Kirchen konnten frei nach Belieben gestaltet werden, viele Plätze und öffentliche Gebäude wurden belegt, ein Mini-Strand mitten auf dem Markplatz aufgeschüttet und zwei Großbühnen aufgebaut. Inhaltlich ging es freilich um Maria und ihr Glaubenszeugnis: Maria als Vorbild im Glauben - Maria ist immer bei Jesus, auch dann, wenn die Jünger weglaufen.

Dies stellte Kardinal Meisner heraus, der die feierliche Eucharistiefeier, die den Höhepunkt unserer Wallfahrt darstellte, am Ende des Tages zelebrierte. Gemerkt haben wir uns vor allem die Anekdote mit dem Rosenkranz, den der Bischof immer bei sich hat und den er auch ins Grab mitnehmen möchte. 50 Euro versprach er demjenigen, der ihn ohne Rosenkranz antrifft. Der Rosenkranz enthält für Kardinal Meisner den ganzen christlichen Glauben im Kleinformat: Mehr brauche man nicht!

Da wir noch stundenlang in einem Souvenirladen nach einem passenden Mitbringsel für unseren Pfarrer Pater Dariusz suchten, haben wir gar nicht mitbekommen, wo das Grillen nun stattfinden sollte. Doch wir Pilger waren nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen und so fanden wir schließlich des „Pastors Garten", den Ort des Grillens. Nach einer Bratwurst, einer Portion Kartoffelsalat oder Krautsalat und einem Erfrischungsgetränk wurden wir mit den Bussen zurück zu unserem Zeltplatz gefahren. So manch einer war erleichtert, nicht auch noch zurückpilgern zu müssen. Am Lagerfeuer wurden Erfahrungen und Eindrücke ausgetauscht, Lieder zur Gitarrenbegleitung gesungen und die letzten gemeinsamen Stunden genossen.

Am nächsten Morgen gab es noch eine Morgenandacht und danach hieß es: Sachen packen und Abfahrt! Einige waren traurig, dass es schon zu Ende gegangen ist, mache schliefen vor Erschöpfung auf dem Nachhauseweg schnell ein und andere wollten die Wallfahrt noch schön ausklingen lassen, indem sie noch lauter als auf der Hinfahrt gesungen haben. Dabei haben uns die Lieder von den ausgeteilten Zetteln so gut gefallen, dass wir sie auch noch Tage später sangen. Die Rückfahrt verlief diesmal ohne Stau - Rekordzeit: 04:09:21!

Nächstes Jahr geht's ab nach Rom! Mal sehen, ob Hambühren wieder vertreten sein wird.

Wir wollen uns noch recht herzlich für die Spenden und die finanzielle Unterstützung bedanken, welche uns die Wallfahrt ermöglicht hat.