Tagesausflug des Kirchenchores

Der Chor der Hl. Schutzengel-Gemeinde veranstaltete eine ganztägige Busfahrt zum Magdeburger Dom, zur "grünen Zitadelle", weiter über Tangermünde nach Salzwedel.

 

Die Höhepunkte der Fahrt waren sicherlich der Magdeburger Dom und das Hundertwasserhaus „die grüne Zitadelle".

 

Sachsen-Anhalt ist scheinbar ein junges Land. Hier aber lag vor 1000 Jahren das politische Zentrum Deutschlands. Hier war die Heimat der Liudolfinger, aus deren Familie Kaiser Otto l. hervorging. Von hier aus führten sie Kriege gegen Slawen oder Ungarn. Hier gründeten sie Klöster und Bistümer, setzten geistliche und weltli­che Würdenträger ein und ab. Von hier aus gingen Reisen nach Polen oder Italien.

Hier spannen sie ihre Heiratsfäden nach England oder Konstantinopel. König Otto l. gründete mit 25 Jahren - ein Jahr nach seiner Krönung in Aachen (937) das Mauritiuskloster, auf dessen Grundmauern der heuti­ge Magdeburger Dom steht. Offenbar hatte Otto schon damals bei Gründung des Klosters, dieses als seinen eigenen Begräbnisort be­stimmt.

Noch bevor er zum Kaiser in Rom gekrönt wurde, begann er mit einem großartigen Neubau. Er ließ zahlreiche Kostbarkeiten aus Italien nach Magdeburg bringen, z.B. antike Säulen aus Porphyr, Marmor und Granit. Vermutlich auch das Taufbecken. Der Stein, aus dem das Becken be­steht, ist aus Rosenporphyr und stammt aus Ägypten.

 

Friedensreich Hundertwasser, eigentlich Friedrich Stowasser, ein Wiener, setzt mit seiner stark farbigen Malerei mit ornamental-dekorativ verschlungenen Linien­zügen - Spiralen - großartige Akzente. Die „grüne Zitadelle von Madgeburg" ist das letzte realisierte Bauwerk Hundertwassers.

 

Zitadelle
 

 

Entlang der romanischen Straße fuhren wir über Tangermünde - leider nur zu einem kleinen Stopp - weiter nach Salzwedel. Hier wurden wir schon erwartet mit echtem Salzwedeler Baumkuchen. Die Entstehung einer solchen Köstlichkeit konnten wir vor Ort miterleben. Außerdem wissen wir nun alle, wie wir zu Hause solch einen Baumkuchen herstel­len können.

 

 

 

 

Gestärkt - wir hatte ja auch ein köstliches Picknick - und mit guten Ein­drücken ging es wieder zurück nach Hambühren.